Brings
Biographie 2010
Peter Brings –
Gesang, Gitarre
Stephan Brings –
Bass, Gesang
Kai Engel –
Keyboards, Gesang
Harry Alfter –
Gitarre, Gesang
Christian BlŸm –
Schlagzeug
Die von den
BrŸdern Peter und Stephan Brings gegrŸndete Band hat in den zwei zurŸckliegenden
Jahrzehnten schon so ziemlich alle Hochs und Tiefs erlebt, die man als Musiker
erleben kann. Ende der 1990er hatte die Band mit den berŸhmten VŠtern (neben
Rolly Brings sind das Gesangslegende Tommy Engel und der Politiker Norbert BlŸm) ihre besten Jahre schon
vermeintlich hinter sich. Dann gelang ihnen im Jahr 2000 mit ãSuperjeilezickÒ
das, was man gut und gerne als Sechser im Lotto bezeichnen kann. Diese zŸndende
Powerpolka ist mit jedem Jahr bekannter geworden und gehšrt mittlerweile weit Ÿber
den Karneval hinaus zu den populŠrsten Songs Kšlscher Mundart Ÿberhaupt. Dank
ãSuperjeilezickÒ šffneten sich fŸr Brings TŸr und Tor in der nŠrrischen
Hochburg Kšln. FŸr die Band begann eine neue Zeitrechnung samt einem rundum
gelungenen Imagewandel.
Dann ging
es eigentlich Schlag auf Schlag. Kaum eine Karnevalssession in den letzten
Jahren ist ohne einen neuen Stimmungshit von Brings ins Land gezogen. ãPoppe, Kaate,
DanzeÒ (anfŠnglich noch als Skandalnummer gehandelt, mittlerweile eine der ganz
gro§en Zugnummern der Band), ãSu lang mer noch am LŠŠve sinÒ oder auch das
stets rŸhrseligen Stimmungsaufruhr auslšsende ãMama, wir danken dirÒ sind
klingende Beweise, wie gut Brings die Befindlichkeiten und Seelenlagen ihrer
Mitmenschen kennen. Einen absolut guten Riecher haben sie auch fŸr originelle
Coverversionen entwickelt: ãMan mŸsste noch mal 20 seinÒ (die Adaption des
50er-Jahre-Hits vom Kšlner Urgestein Gerhard Jussenhoven) und dem Zarah-Leander-Evergreen
ãNur nicht aus Liebe weinenÒ haben sie mit Schmackes neues Leben eingehaucht.
Dabei verstehen sie es aufs Beste, Zigeunermelodien, Polkas und anderen
folkloristischen ZŸndstoff nahtlos in ihre eigenen Songs einzubauen und mit der
Wucht von Rockmusik zu verstŠrken. ãIn einem Karnevalsset versuchen wir, in
einer halben Stunde die Essenz von einem Konzert wiederzugeben. Wir wollen den
Leuten das GefŸhl geben, doch mal vorbeizukommen und sich ein richtiges Konzert
anzuguckenÒ, sagt Peter Brings, der sich mit seinen Mannen in jede Performance
mit Leib und Seele reinhŠngt.
ãHallelujaÒ,
die aktuelle Single mit dem klerikalen Titel und dem unwiderstehlichen
Disco-Beat, ist ein weiterer musikalischer Husarenstreich in der unendlich
scheinenden Erfolgssaga von Brings. Der in Windeseile mit schšnsten Chartsweihen gesegnete Stimmungshit ist ein mehr als
gelungener Einstand auf dem EMI-Label Rhingtšn. Die
RŸckkehr zur EMI, der Plattenfirma, bei der Brings ihre Karriere begannen, hat
dem Quintett offensichtlich noch zusŠtzlichen Schwung verliehen. Ein zum
Mitfeiern animierender Coup von Kšlns beliebtester und erfolgreichster Karnevalsrockband.
Brings prŠsentieren sich 2010 in Topform.
Brings
haben noch nie ein Blatt vor den Mund genommen. Dass sie bisweilen mit ihren
Songs auch angeeckt sind, hat sie letztendlich nur noch populŠrer gemacht. Auch
wenn Karneval fŸr Brings nicht alles ist, sind sie zu Recht stolz, dass sie ihn
mit ihrer RockÕnÕRoll-AttitŸde ein wenig revolutioniert haben. ãWir sind nicht
in den Karneval gegangen, wir sind eigentlich gerufen wordenÒ, so Peter Brings.
ãDer konservative Karneval war eigentlich genau das Richtige fŸr uns. Unsere
Lieder funktionieren dort so gut, weil alle die Sprache kennen, aber sie sonst keiner
so prŠsentiert.Ò Heute mag sich bei den Musikern, die fŸr jeden Spa§ zu haben
sind, die Art ihrer Auftritte geŠndert haben, durch ihren besonderen
Stellenwert im Kšlner Karneval sind sie prŠsenter denn je und erfreuen sich
auch im Fernsehen zunehmender Beliebtheit.
Die ersten
zehn Jahre haben Brings noch ein anderes Leben gefŸhrt. Ihr bodenstŠndiger Mundart-Rock
hatte schnell landesweit einen hervorragenden Ruf. Schon 1991, im ersten Jahr
nach der BandgrŸndung, gaben sie gleich reihenweise Konzerte. Auftritte bei
ãRock am RingÒ oder im ãRockpalastÒ waren der beste Beweis fŸr ihr Renommee als
Ÿberzeugender Live-Act. RŸckblickend sind Brings besonders stolz auf ihre
ersten, von Klaus ãMajorÒ Heuser produzierten Alben, allen voran ãKasallaÒ aus
dem Jahr 1992, jenem Jahr, in dem Brings sich in der AG Arsch huh neben vielen anderen Bands und Musikern aus dem
Rheinland politisch stark engagierten. Viele Songs von Brings zeichnen sich
damals durch LebensnŠhe und Lokalkolorit aus, und spiegeln so die Liebe zu
ihrer Stadt und dessen Menschenschlag wider. Ein weiteres Highlight in der
Bandgeschichte war das Open-Air-Konzert, das Brings mit zahlreichen prominenten
GŠsten (Klaus Lage, The King, Purple Schulz) anlŠsslich ihres zehnjŠhrigen
BandjubilŠums vor 25.000 Zuschauern im Kšlner Volksgarten gaben.
Nichts geht
Ÿber zŸnftige Heimspiele: Das Kšlner E-Werk mit seinem Fassungsvermšgen von
knapp 2000 Zuschauern ist inzwischen quasi zu ihrem Wohnzimmer geworden, wie
die Band selbst sagt. Im E-Werk (oder alternativ im Theater am Tanzbrunnen)
geben sie seit einigen Jahren regelmЧig zu Weihnachten zehn oder noch mehr
Konzerte hintereinander, spezielle Weihnachtsshows mit exklusiven Screenings,
ausgeklŸgelter Choreographie und einer dynamischen Show, die die Hallenbesucher
zum Toben bringt. Aktuell beginnen Brings sich neben der im April angelaufenen aktuellen Konzert
- Tour auf die Aufnahmen zu ihrem neuen Studioalbum konzentrieren, das im
Herbst erscheinen soll. Zum anstehenden 20-jŠhrigen BandjubilŠum im nŠchsten Jahr haben sie
sich natŸrlich besonders viel vorgenommen. Freuen wir uns schon jetzt auf eine
supergeile Zeit!
2010